Das Tal der Schmetterlinge von Rhodos

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Schmetterlinge
'Valley of the Butterflies (Petaloudes), of the genus Panaxia (species Quadripunctaria Poda). A unique nature reserve on the island of Rhodes, Greece' - Rhodos
'Valley of the Butterflies (Petaloudes), of the genus Panaxia (species Quadripunctaria Poda). A unique nature reserve on the island of Rhodes, Greece' Yiorgos GR / Shutterstock

In der Nähe des Dorfes Theologos, 10km vom Flughafen entfernt, können Sie das berühmte Tal der Schmetterlinge besuchen. Es klingt wie ein verträumter Ort und ist das auch tatsächlich! Es ist außerdem eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten auf Rhodos und mit Sicherheit einen Besuch wert. Dieses Gebiet ist ein seltener Lebensraum, der den Schmetterling Panaxia Quadripunctaria beherbergt, welcher in diesem einzigartigen Naturpark in der Zeit von Mitte Juni bis Ende September zu sehen ist. Einige dieser Schmetterlinge gehören sehr seltenen Arten an, die nur in wenigen Orten auf der ganzen Welt zu finden sind.

Das Tal der Schmetterlinge gehört administrativ zum Dorf Theologos. Es ist ein kleines und dunkles Tal mit vielen Kiefern und schattigen Pfaden, durchzogen von einem Bach, der durch seinen Verlauf Teiche und kleine Wasserfälle bildet. In verschiedenen Teilen des kleinen Flusses Pelecanos können Sie Holzbrücken finden und außerdem ein Restaurant mit Blick auf einen Wasserfall. Während Ihres Besuches werden die grauen Schmetterlinge auf der schattigen Seite der Baumstämme oder um die Wurzeln herum schlafen. Der Anblick der Kolonie selbst ist magisch, aber wenn die Schmetterlinge wach sind, bilden sie eine eindrucksvolle Wolke, die ihre orangefarbenen Flügel enthüllt.

Valley of the Butterflies (Petaloudes), of the genus Panaxia (species Quadripunctaria Poda). A unique nature reserve on the island of Rhodes, Greece
'Valley of the Butterflies (Petaloudes), of the genus Panaxia (species Quadripunctaria Poda). A unique nature reserve on the island of Rhodes, Greece' - Yiorgos GR / Shutterstock

Das Tal wird von dem Fluss Pelecanos durchkreuzt und befindet sich in der Nähe des Klosters von Kalopetra. Der Tradition zufolge wurde das Tal Pelecanos genannt, nach dem Namen einer der Diener des Prinzen Alexander Ipsilantou. Der Adlige brachte seine Tochter, die an Tuberkulose litt, in die Gegend, damit das gute Klima dieses Ortes ihre Genesung unterstützt, und erbaute in 1782 auf den Ruinen eines alten Klosters das Kloster von Kalopetra und befahl einem Sklaven, es zu bewachen. Das Mädchen liebte den Diener, aber sein Vater erlaubte ihm nicht, ihn zu heiraten. Der Diener war von Bitterkeit und Trauer erfüllt und tötete sich daraufhin selbst. So bekam der Ort seinen Namen.

Der Schmetterlings-Effekt

Nicht gerade die Chaos-Theorie, aber die unangenehme Wahrheit ist, dass die Zahl der Schmetterlinge durch die Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt immer schneller abnimmt. Dies ist vor allem auf die Tatsache zurückzuführen, dass eine Reihe von Besuchern pfeift oder in die Hände klatscht, um die Schmetterlinge fliegen zu sehen. Was ihnen nicht bewusst ist, ist, dass das Klatschen und Pfeifen ultraschallähnliche Geräusche erzeugt, ähnlich wie die von Fledermäusen. Die Schmetterlinge fühlen sich dadurch bedroht und versuchen panikartig zu fliehen. Auf diese Weise sterben viele von ihnen während des Fluchtversuches an Schock oder Erschöpfung oder sogar Aufprall auf Felsen und Bäume. Es ist außerdem wichtig für Sie, still auf den Bäumen zu bleiben, denn sie müssen ihre Kraft für ihre lange Reise im September bewahren. Also versuchen Sie bitte, es während Ihres Aufenthaltes zu vermeiden, die Schmetterlinge zu stören.

Das Tal ist im Sommer von 8:30 bis 18:00 Uhr geöffnet, und der Eintritt kostet 9 Euro. Telefon: 22410/81801.

WAS SIE TUN SOLLTEN: Bequeme Schuhe tragen.

WAS SIE NICHT TUN SOLLTEN: Es wurde nachgewiesen, dass Lärm nicht nur ihre Lebensqualität beeinträchtig, sondern sich auch nachteilig auf ihre Fortpflanzung auswirkt, daher werden Besucher gebeten, sich langsam und leise auf den vorgesehenen Pfaden fortzubewegen.